Gute Hausaufgaben - gibts das?!

April 21, 2017

Ach diese Hausaufgaben.. Sie gehören irgendwie dazu und doch sind sie teilweise für die Kinder, für die Eltern und ja auch manchmal für unser Lehrerinnen und Lehrer mühsam. Nachdem ich in den letzten zwei Jahren immer wieder ein Zeugs mit den Hausaufgaben hatte, war mir klar, dass ich für den neuen Klassenzug (1. Klasse) etwas ändern möchte. Also habe ich mich überlegt, für was ich eigentlich Hausaufgaben gebe? Was ist der Sinn davon? Möchte ich, dass die Kinder zu Hause etwas vertiefen? Geht es um zusätzliches Üben? Und, und, und... Schliesslich gibt es ja x Studien, die belegen, dass Hausaufgaben gar nichts mehr bringen, da die Kinder nach sechs Lektionen Unterricht sowieso nicht mehr aufnahmefähig sind und das Gehirn eine laaaange Pause mit Spielen, Essen, Entspannen, Schlafen ... zum Verarbeiten braucht. Ich bin sicher, jede/r von euch, hat sich schon in einer Weise damit beschäftigt und sich mit diesem Thema auseinander gesetzt.

 

Nachdem ich mich auch mit einigen Kolleginnen und Kollegen darüber ausgetauscht habe, wurde für mich klar, wieso und wann ich Hausaufgaben aufgebe:

 

1. Eigenverantwortung übernehmen: Das können die Kinder nämlich schon ab der 1. Klasse und es muss unbedingt früh geübt werden. Damit meine ich, dass sie z.B. etwas mit nach Hause nehmen und es am nächsten Tag wieder in die Schule zurückbringen. --> z.B. Hausaufgaben-Pässe

 

2. Das Prinzip Hausaufgaben kennenlernen: In unserem Schulsystem gehören Hausaufgaben dazu und ich finde es ist wichtig, dass sich die Kinder von Klein auf daran gewöhnen und es normal wird. Deshalb haben bei mir die Kinder auch Montag bis Donnerstag jeden Tag Hausaufgaben. Übers Wochenende gebe ich in der Regel keine Hausaufgaben mit.

 

3. Sinnvolle Hausaufgaben abgeben: Die Hausaufgaben, die die Kinder zu Hause erledigen, beziehen sich in der Regel auf den Unterricht des jeweiligen Tages und muss für die Kinder selbstständig lösbar sein. Darin wird etwas vertieft, nochmals geübt, ... aber es gibt auch Tage, da gibt es nichts, was dazu passt und da kommen die "Hausaufgaben-Pässe" zum Einsatz (Bilder dazu gleich ganz unten):

 

Draussen spielen-Pass: Die Kinder müssen als Hausaufgabe für eine bestimmte Zeit (1. Klasse: 10 Minuten) nach draussen spielen gehen. Was?! Das sind Hausaufgaben?! Ja klar, denn die Kinder müssen daran denken, ihren Pass mit nach Hause zu nehmen, draussen zu spielen und dann auf dem Pass einen Ball bunt auszumalen. Am nächsten Tag erzählen dann immer ein paar Kinder, was sie draussen so gespielt haben. Und ich muss euch ja nicht sagen, dass das diese Hausaufgaben total beliebt sind :)

 

Zeige-Pass: Die Kinder nehmen an diesem Tag etwas mit nach Hause und zeigen zu Hause eine Arbeit aus der Schule, beispielsweise ein Schreibheft, und erzählen, was wir in der Schule darin gemacht haben. Oder eine kleine Geschichte nacherzählen oder letzte Woche mussten die Kinder zu Hause den Eltern erzählen, wie die einzelnen Teile der Tulpe heissen. Danach unterschreiben die Eltern den Pass.

 

Lese-Pass: Der wohl bekannteste Pass setze ich auch sehr gerne ein. Zu Beginn der 1. Klasse haben sich die Kinder einfach ein Bilderbuch angeschaut und durften dann ein Buch auf dem Pass bunt ausmalen. Mittlerweile erwarte ich auch, dass sie im Buch lesen und dann ein, zwei Sachen  erzählen, die sie gelesen haben. Klappt super!

 

So hier habe ich ich die Pässe mal angehängt. Leider kann ich sie aus Datenschutzgründen nicht mit euch teilen, aber die sind recht schnell gemacht. 

 

Was habt ihr für Tipps und Tricks bei den Hausaufgaben auf Lager? Her damit! Einfach einen Kommentar verfassen - danke!

 

Liebe Grüsse,

Ariane

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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